Alles hat seinen Preis – nur diese Apps sind absolut gratis

Computerbenutzer sind mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Software gratis sei. Shareware, später Open Source: Warum sollte man für Software bezahlen? Natürlich hat alles seinen Preis, denn ohne Investitionen praktisch keine Innovationen. Nichtsdestotrotz gibt es für zahlreiche Anwendungen tolle kostenlose Apps. Auch in unserem Package Store, damit Sie sie mit Easy Software Deployment schnell und unkompliziert ausrollen können. Hier eine kleine Auswahl.

Verschlüsseln und Entpacken

Lange Zeit war WinZip das Standardprogramm zum Verschlüsseln und Entpacken von komprimierten Dateien. Nachdem die Macher plötzlich Geld für etwas verlangten, das die meisten User als kostenlos betrachteten, gab es schon bald Alternativen. 7-Zip ist die mittlerweile bekannteste. Das Open-Source-Programm unterstützt fast alle Kompressionsmethoden, wobei jedoch meist nur entpackt werden kann. Interessante Optionen sind das sichere Verschlüsselungsverfahren (AES-256) für 7Z- und ZIP-Formate sowie die Unterstützung in ganzen 87 Sprachen.

PDFs lesen

Obwohl sich das „Portable Document Format“ (kurz PDF) samt dazugehörigem Reader – beide seit 1993 auf dem Markt – nur langsam durchgesetzt hat, ist es heute Standard für das Teilen von Dokumenten. Denn es gewährleistet, dass der Empfänger genau dasselbe angezeigt bekommt, wie der Ersteller der Datei. Ein cleverer Schachzug von Adobe war es, den Reader von Anfang an gratis anzubieten, denn so konnte jeder PDF-Dokumente lesen. Mittlerweile kann in so gut wie jeder Anwendung ein „Druckauftrag“ erstellt werden, um direkt ein PDF zu erzeugen. Zum Öffnen des PDFs, egal in welcher Plattform, ist hingegen immer noch der Reader die beste Lösung. Und der ist – ebenfalls noch immer – kostenlos.

Browsen

Alles begann Anfang der 1990er Jahre mit der Erfindung des World Wide Web. Zum Besuchen der Seiten benötigte man Software, die „blättern“ (engl. to browse) konnte: einen Browser. Zur Jahrtausendwende hatte der Internet Explorer von Microsoft einen Marktanteil von 96 Prozent. 2008 erschien die erste Version von Google Chrome, das sich innerhalb weniger Jahre zum beliebtesten Browser entwickelte. Aufgrund dieser Beliebtheit hat Microsoft sogar zwischenzeitlich einen komplett neuen Browser basierend auf derselben Technik entwickelt: Edge Chromium. Dieser läuft heute stabil und ist eine gute Wahl, wenn Ihr Unternehmen auf die Microsoft 365-Umgebung setzt. Als Alternative bietet sich Chrome an, das übrigens für so gut wie jedes (mobile) Betriebssystem verfügbar ist.

Werbung blockieren

Der lukrative Markt der Werbeblocker für Browser kann zunächst verwirren. Denn da gibt es AdBlock und Adblock Plus (ABP), die jedoch beide unabhängig voneinander sind. Adblock Plus (man beachte die Schreibweise mit dem kleinen b) ist Standard, Open Source und existiert schon länger als der große Konkurrent AdBlock. Doch leider war ABP mit seiner Version für Google Chrome nicht schnell genug, wodurch AdBlock einen Fuß in die Tür bekam. Was es noch verwirrender macht: AdBlock basiert seit 2016 auf dem Quellcode von ABP. Mehr über die Unterschiede im Detail lesen Sie auf den jeweiligen Websites der Anbieter. Da es sich um ein Browser-Plug-In handelt, können wir
Adblock Plus leider nicht in unseren Package Store aufnehmen. Doch keine Sorge!
ABP funktioniert in allen Browsern und lässt sich ganz unkompliziert in Ihrem
bevorzugten Browser installieren.

Notizen erstellen

Verwendet Ihr Unternehmen Microsoft 365? Dann steht Ihnen OneNote zur Verfügung: ein Programm, mit dem Sie ohne Einschränkungen (d. h. in Form von Text, Bildern, Fotos und Websites) Notizen machen können. Wer aber nicht immer von Microsoft abhängig sein möchte, für den gibt es auch andere Programme. Wir haben EverNote in unseren Package Store aufgenommen. Mit EverNote können Sie kostenlos die Notizen auf zwei Geräten synchronisieren.

Videokonferenzen

2021, genauer am 31. Juli, zieht Microsoft Skype for Business den Stecker. Als Microsoft 365-Nutzer wird dann von Ihnen erwartet, dass Sie auf Microsoft Teams umsteigen. An sich kein Problem, doch wer lieber selbst entscheiden möchte, kann auch zu Zoom wechseln. In den ersten Wochen der Corona-Pandemie geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, da es Nutzerdaten ungefragt an Facebook und LinkedIn weitergeleitet haben soll. Zoom gelobte aber Besserung und entfernte die fragliche Funktionalität. Es bleibt eines der besten Programme für Videokonferenzen, und die ersten 40 Minuten jeder Sitzung sind sogar kostenlos. An einer Sitzung können bis zu 100 Teilnehmer gleichzeitig teilnehmen. Einzelgespräche sind komplett gratis. Zoom läuft auf Windows, macOS, Linux, Android und iOS.

Office-Software

Microsoft 365 (ehemals Microsoft Office), das Teil einer umfangreichen Produktsuite für Unternehmen ist, zu der u. a. Teams, Sicherheitssoftware und die Azure-Cloud gehören, ist der unumstrittene Standard im Alltag praktisch jedes Computerbenutzers. Man vergisst beinahe, dass es auch kostenlose Alternativen gibt. Vielleicht ist Ihnen OpenOffice ja ein Begriff? Seit 2010 ist dieses Teil von Apache, doch da es immer schon Open-Source war, sind mittlerweile mehrere Pakete erhältlich, die auf OpenOffice basieren. Eines davon ist LibreOffice. Das Office-Paket wird von der The Document Foundation, einer Stiftung, die Open-Source-Software promotet, entwickelt. Mit LibreOffice lässt sich eine große Anzahl von Dateiformaten bearbeiten, darunter natürlich auch die Microsoft Office-Dateien. Es gibt Versionen für Windows und macOS, aber auch für praktisch jede Version von Unix.

Passwortmanager

Der durchschnittliche Nutzer nutzt aktuell gut hundert Online-Accounts. Der clevere durchschnittliche Nutzer muss sich dabei auch gut hundert verschiedene Passwörter merken. Ein Ding der Unmöglichkeit – selbst mithilfe der modernen Browser, mit denen sich heutzutage Formulare automatisch ausfüllen lassen. Ein guter Passwortmanager ist daher unerlässlich. Keepass ist ein Open-Source-Programm, das eine Vielzahl der Funktionalitäten bezahlter Anwendungen wie LastPass oder 1Password bietet. Passwortmanager haben alle dieselbe Funktionsweise: Anmeldename und Kennwort werden in einer verschlüsselten Datei gespeichert, die sich mit einem Master-Passwort öffnen lässt. Kommerzielle Programme bieten außerdem zusätzliche Optionen wie das Synchronisieren auf mehreren Geräten, das Speichern in der Cloud oder mehrere Benutzer, die Informationen teilen können. Wer das nicht unbedingt benötigt, für den ist KeePass sehr zu empfehlen.

Präsentationen aufnehmen

Bisher ging es ausschließlich um kostenlose Programme, die eine andere, meist kommerzielle Anwendung ersetzen können. Dieser Abschnitt aber behandelt etwas anderes, und zwar „asynchrone Kommunikation“. In der neuen Arbeitswelt, in der echte Meetings seltener sind, wird mehr Zeit darauf verwendet, Teammitglieder in Videokonferenzen auf den neusten Stand zu bringen. Mit Loom können Sie Ihre Nachricht einmal aufnehmen und im Anschluss mit allen teilen. Sie nehmen Ihren Bildschirm auf und sich selbst mit der Webcam, fügen beides in einem Video zusammen – fertig. Ideal für Präsentationen, Schulungen und interne Kommunikation. Loom ist für Windows, macOS und sogar Google Chrome verfügbar.

Alle genannten Pakete finden Sie standardmäßig im Package Store von Easy Software Deployment. Das heißt auswählen und ausrollen, ganz ohne lästige Downloads.

Den Package Store selbst sehen und erleben? Fordern Sie eine kurze, kostenlose Online-Demo an!

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.